Für die Hinfahrt wurde der Weg mit dem Schnellboot über die Donau gewählt. Es ging vorbei an von grünen Wäldern gesäumten Stränden, kleinen Fischerboote und Wochenendhütten auf Stelzen, einer Schleuse, die eine Viertelstunde Wartezeit bescherte und der Ruine der Burg Devin, die genau an der Grenze zwischen Österreich und der Slowakei liegt. Nach einer Biegung tauchte schließlich die Skyline von Bratislava auf und dann ging es vorbei an Brücken, Bootsrestaurants und anliegenden Kreuzfahrtschiffen zur Schiffslände.

Da noch Zeit zum Einchecken im Hotel blieb nahm uns unsere Reiseführerin gleich in Empfang und brachte uns zur Stadtburg, die heute Regierungssitz ist. Schon da erzählte sie uns viel, machte uns ebenso auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam wie auf die Bausünden der Kommunisten früher und der Neureichen heute. Nach einer Pause in einem etwas unorganisiertem Lokal und dem Beziehen unserer Zimmer machten wir einen Rundgang durch die Altstadt und wieder überraschte uns unsere Führerin mit ihrem enormen Wissen, ihrem Humor und ihrer Fähigkeit, uns in kurzer Zeit die schönsten Plätze der Stadt nahezubringen. Außerdem zeigte sie uns den Laden mit den besten und preiswertesten Nuss- und Mohnkipferln – eine Spezialität, die man unbedingt als Andenken mitnehmen sollte. Schließlich ging es zum Abendessen in das Restaurant Dunjaska, wo wir mit wirklich köstlichem Essen in üppigen Portionen verwöhnt wurden. Auf dem Weg zum Hotel zeigte sich die Stadt in Feierlaune: im Restaurant gab es mehrere Auftritte, z. B. Tabledance in einem Bierzelt, in der ganzen Stadt erstrahlten Lasershows und in fast jedem Lokal gab es Livemusik.

Nach einem üppigen Frühstück führte uns unser Weg  zur Burgruine Devin, die wir schon auf der Herfahrt gesehen hatten. Laut unserer Reiseführerin war sie schon in der Jungsteinzeit bewohnt, was dort in einer Archäologischen Ausstellung chronologisch gezeigt wurde. Jetzt ist sie Ort für eine künstlerische Ausstellung, zudem werden von Darstellern nachgebaute Waffen und Werkzeuge aus allen Zeiten bis ins Mittelalter, in denen die Burg besiedelt war, gezeigt. Unsere Führerin machte uns auch auf ein Denkmal am Fuße des Burghügels aufmerksam, dort wo der Fluss March in die Donau mündet. Dort ist die Grenze zu Österreich. In Sozialistischer Zeit war sie stark gesichert und wer versuchte, dort über die Grenze zu fliehen, auf den wurde das Feuer eröffnet. 300 Menschen kamen so um leben, an sie erinnert das Denkmal.

Für die Heimfahrt nahmen wir den Bus. Ein Stopp im Buschenschank Zistler in Deutschkreuz mit einem extra für uns gegrillten gefüllten Spanferkel entschädigte uns doppelt für einen etwas chaotischen Umweg über die Grenze.

 

Hier die Bilder vom Ausflug

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